Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0084109×

Rechtssatz RS0084109

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0084109

Entscheidungsdatum

27.01.2009

Rechtssatz

Bei den in Paragraph 102, Absatz eins, ASVG für die wirksame Geltendmachung von Leistungsansprüchen festgesetzten Fristen handelt es sich um Ausschlußfristen (Präklusivfristen) und nicht um Verjährungsfristen. Nach Ablauf der Ausschlußfrist (Präklusivfrist) erlischt die Berechtigung, weil das objektive Recht für deren Ausübung von vornherein eine bestimmte Zeitgrenze gesetzt hat. Durch den Ablauf der Ausschlußfrist erlischt der Anspruch als solcher.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 65/87
    Entscheidungstext OGH 06.10.1987 10 ObS 65/87
    Veröff: SSV-NF 1/35
  • 10 ObS 24/03g
    Entscheidungstext OGH 18.03.2003 10 ObS 24/03g
    Auch; Beisatz: Hinsichtlich der Unfallversicherung und der Pensionsversicherung kann lediglich der Anspruch auf bereits fällig gewordene Raten verfallen; keine analoge Anwendung der von den Sozialversicherungsträgern zur Verfallsfrist nach § 102 Abs 1 ASVG (Leistungen der Krankenversicherung) gehandhabten Praxis. (T1); Beisatz: Es bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken. (T2)
  • 10 ObS 179/08h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2009 10 ObS 179/08h
    Vgl; Beisatz: Das ASVG enthält in Bezug auf Einmalleistungsansprüche aus der Unfallversicherung weder Präklusiv- noch Verjährungsbestimmungen; § 102 ASVG ist insoweit unanwendbar. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0084109

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19871006_OGH0002_010OBS00065_8700000_002