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Rechtssatz RS0086020×

Rechtssatz RS0086020

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0086020

Entscheidungsdatum

02.07.2025

Norm

FinStrG §4 Abs2

Rechtssatz

Nach Paragraph 4, Absatz 2, FinStrG ist allein der Vergleich der Rechtslage zur jeweiligen Tatzeit mit jener im Zeitpunkt der Urteilsfällung erster Instanz maßgebend, wobei die für den Angeklagten günstigere den Ausschlag gibt. Das bedeutet aber, daß eine erst nach Tatbegehung geschaffene und für den Täter allenfalls günstigere Gesetzeslage, die zur Zeit der Entscheidung erster Instanz bereits wieder hinfällig war (hier: "Zehntelregelung" des Paragraph 17, Absatz 2, Litera a, FinStrG in der Fassung FinStrGNov 1984), beim Günstigkeitsvergleich nicht zu berücksichtigen ist.

Entscheidungstexte

  • 16 Os 62/91
    Entscheidungstext OGH 31.07.1992 16 Os 62/91
  • 13 Os 88/99
    Entscheidungstext OGH 03.11.1999 13 Os 88/99
    Auch; Beisatz: Die Höhe des strafbestimmenden Wertbetrages wird durch eine Änderung von Steuergesetzen nach der Tat nicht beeinflusst. Ein Günstigkeitsvergleich nach § 4 Abs 2 FinStrG ist auf finanzstrafgesetzliche Vorschriften beschränkt. (T1)
  • 13 Os 20/20w
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 13 Os 20/20w
    Beis nur wie T1
  • 13 Os 119/22g
    Entscheidungstext OGH 28.06.2023 13 Os 119/22g
    vgl; Beisatz wie T1
  • 13 Os 115/23w
    Entscheidungstext OGH 22.05.2024 13 Os 115/23w
    vgl; Beisatz nur wie T1
  • 13 Os 14/25w
    Entscheidungstext OGH 02.07.2025 13 Os 14/25w
    vgl; Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0086020

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19920731_OGH0002_0160OS00062_9100000_001