Rechtssatz RS0086208
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0086208
Entscheidungsdatum
20.12.2023
Rechtssatz
FinStrG § 9 erfasst im ersten Fall (" .... das vergehen nicht erkennen ließ; ") einen Tatbestandsirrtum (Tatirrtum wie Rechtsirrtum) Irrtum und im zweiten Fall (" .... das darin liegende Unrecht nicht erkennen ließ; ") einen Rechtswidrigkeitsirrtum (Tatirrtum wie Rechtsirrtum) Irrtum (anderer Meinung offenbar Dorazil-Harbich-Reichel-Kropfitsch in Erläuterung 2 zu § 9 FinStrG).FinStrG Paragraph 9, erfasst im ersten Fall (" .... das vergehen nicht erkennen ließ; ") einen Tatbestandsirrtum (Tatirrtum wie Rechtsirrtum) Irrtum und im zweiten Fall (" .... das darin liegende Unrecht nicht erkennen ließ; ") einen Rechtswidrigkeitsirrtum (Tatirrtum wie Rechtsirrtum) Irrtum (anderer Meinung offenbar Dorazil-Harbich-Reichel-Kropfitsch in Erläuterung 2 zu Paragraph 9, FinStrG).
Entscheidungstexte
- 10 Os 24/79
Entscheidungstext OGH 06.05.1980 10 Os 24/79
Veröff: EvBl 1980/211 S 639
- 13 Os 6/82
Entscheidungstext OGH 25.03.1982 13 Os 6/82
Vgl auch; Beisatz: Die Fälle eines Tatbildirrtums unterliegen (weil vorsatzausschließend) nicht dem Regelungsinhalt des (vorsätzliche Regelung voraussetzenden) § 9 FinStrG. (T1)
Veröff: EvBl 1982/175 S 555 = JBl 1982,499 = SSt 53/13
- 13 Os 112/15t
Entscheidungstext OGH 28.10.2015 13 Os 112/15t
Auch; Beisatz: Der Tatbildirrtum ist auch im Regelungsbereich des FinStrG auf der Tatbestandsebene angesiedelt und demnach von der Bestimmung des § 9 FinStrG, die sich nach der Überschrift der §§ 9 und 10 FinStrG ausdrücklich auf Schuldausschließungsgründe und Rechtfertigungsgründe bezieht, nicht umfasst. (T2)
- 13 Os 109/23p
Entscheidungstext OGH 20.12.2023 13 Os 109/23p
vgl; nur T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0086208
Zuletzt aktualisiert am
26.01.2024
Dokumentnummer
JJR_19800506_OGH0002_0100OS00024_7900000_002