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Rechtssatz RS0086774

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0086774

Entscheidungsdatum

13.10.2005

Norm

FinStrG §8 Abs1
StGB §5 Abs1 E

Rechtssatz

Falsche Vorstellungen des Täters über die Beschaffenheit des Tatobjekts sind nur dann (als vorsatzausschließender Tatbildirrtum) beachtlich, wenn sie dessen durch die gesetzliche Tatbildumschreibung bestimmte rechtliche Qualität betreffen; bei einer darnach gegebenen rechtlichen Gleichwertigkeit des vorgestellten mit dem wirklichen Tatobjekt hingegen sind sie (als bloßer "error in objecto") bedeutungslos.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 159/82
    Entscheidungstext OGH 11.01.1983 10 Os 159/82
    Veröff: EvBl 1983/156 S 576 = SSt 54/2
  • 12 Os 108/02
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 12 Os 108/02
    Auch; Beisatz: Der Irrtum über ein gleichartiges Tatobjekt berührt den Tatvorsatz nicht und begründet daher keinen Tatbildirrtum. (T1)
  • 15 Os 110/05y
    Entscheidungstext OGH 13.10.2005 15 Os 110/05y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0086774

Dokumentnummer

JJR_19830111_OGH0002_0100OS00159_8200000_002