Rechtssatz RS0086948
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0086948
Geschäftszahl
4Ob515/78; 8Ob501/80; 6Ob577/82 (6Ob578/82); 7Ob560/84; 7Ob664/87
Entscheidungsdatum
29.10.1987
Norm
ABGB nF §178a
AußStrG §16 BIII2b
Rechtssatz
Offenbare Gesetzwidrigkeit, wenn das Gericht bei der Ermessensentscheidung darüber, welchem Eheteil nach erfolgter Scheidung das Kind in Pflege und Erziehung zu überlassen ist, dessen Persönlichkeit und Bedürfnisse, Anlagen, Fähigkeiten, Neigungen und Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Lebensverhältnisse der Eltern nicht in seine Erwägung einbezieht.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 515/78
Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 515/78
- 8 Ob 501/80
Entscheidungstext OGH 06.03.1980 8 Ob 501/80
- 6 Ob 577/82
Entscheidungstext OGH 17.03.1982 6 Ob 577/82
Beisatz: Die abwägende Beurteilung aber, welche der vollständig veranschlagten Umstände den Ausschlag für eine dem Kindeswohl dienende Gerichtsentscheidung geben sollen, ist eine Ermessensübung, die als solche nicht offenbar gesetzwidrig sein kann. (T1)
- 7 Ob 560/84
Entscheidungstext OGH 19.04.1984 7 Ob 560/84
- 7 Ob 664/87
Entscheidungstext OGH 29.10.1987 7 Ob 664/87
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0086948
Dokumentnummer
JJR_19780307_OGH0002_0040OB00515_7800000_001