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Rechtssatz RS0087064×

Rechtssatz RS0087064

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0087064

Geschäftszahl

14Os24/89; 14Os101/89; 15Os96/89; 13Os87/05a; 11Os96/12w (11Os97/12t); 14Os84/14f (14Os85/14b)

Entscheidungsdatum

28.10.2014

Rechtssatz

Die subsidiäre Verpflichtung des Bundes zur Übernahme der Kosten notwendiger ärztlicher Entwöhnungsbehandlung eines Rechtsbrechers, dem im Zusammenhang mit einer Verurteilung nach den SGG eine derartige Weisung erteilt worden ist, ergibt sich dem Grund nach unmittelbar und abschließend aus Paragraph 21, Absatz eins, erster Satz SGG wobei das Gesetz nach seinem insoweit klaren Wortlaut ausschließlich auf die Notwendigkeit der im Einzelfall zu ergreifenden Maßnahmen ärztlicher Behandlung abstellt. Lediglich zur Begrenzung des Ausmaßes der vom Bund zu ersetzenden Kosten verweist Paragraph 21, Absatz eins, zweiter Satz SGG auf jene Kosten, für die die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter aufkäme, wenn der Rechtsbrecher dort versichert wäre. Darunter ist freilich nur die ziffernmäßige Höhe der Gebührensätze der BVA für jene Leistungen der Krankenbehandlung oder Anstaltspflege aus dem Versicherungsfall der Krankheit (Paragraph 52, Ziffer 2, B-KUVG) zu verstehen, die der als notwendig erkannten Entwöhnungsbehandlung entsprechen oder zumindest vergleichbar sind vergleiche Paragraph 46, JGG 1988 und Paragraph 179, a Absatz 2, StVG).

Entscheidungstexte

  • 14 Os 24/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 14 Os 24/89
    Veröff: EvBl 1989/154 S 602 = SSt 60/24
  • 14 Os 101/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 14 Os 101/89
    Beisatz: Diese Leistungspflicht des Bundes ist davon unabhängig, ob auch die BVA im Fall eines Versicherungsverhältnisses zur Kostentragung verpflichtet gewesen wäre. (T1)
  • 15 Os 96/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 15 Os 96/89
    Veröff: SSt 60/57
  • 13 Os 87/05a
    Entscheidungstext OGH 23.11.2005 13 Os 87/05a
    Auch; Beisatz: Dass als Voraussetzung der Kostentragung durch den Bund für die vom Gericht als notwendig erachteten Behandlungen entsprechende Kostenansätze in den Bestimmungen des B-KUVG bestehen müssen, lässt sich aus dieser Einschränkung allerdings nicht ableiten, zumal die im Einleitungssatz des § 179a Abs 2 StVG genannten Behandlungen nicht krankheitsbedingt notwendig sein müssen (vgl die weitgehend ähnlichen Regelungen in §46 Abs 1 JGG und §41 Abs 1 und 2 SMG.). (T2)
  • 11 Os 96/12w
    Entscheidungstext OGH 13.11.2012 11 Os 96/12w
    Auch; Beisatz: Hier: Aufenthalt in einer sozialtherapeutischen Wohneinrichtung. (T3)
  • 14 Os 84/14f
    Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 84/14f
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0087064

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2014

Dokumentnummer

JJR_19890412_OGH0002_0140OS00024_8900000_001