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Rechtssatz RS0087088

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0087088

Geschäftszahl

12Os36/92; 14Os111/03

Entscheidungsdatum

21.10.2003

Rechtssatz

Der Grundsatz der beiderseitigen Strafbarkeit (Paragraph 11, ARHG) bezieht sich nur auf die strafbare Handlung, die Gegenstand der Strafverfolgung oder des zu vollstreckenden Urteils ist, nicht aber auf die ausschließlich nach dem Recht des ersuchenden Staates zu beurteilenden Widerrufsgründe. Desgleichen steht der Auslieferung nicht entgegen, daß der Widerruf ohne Anhörung des Verurteilten in dessen Abwesenheit ausgesprochen wurde, eine Möglichkeit, die auch nach österreichischem Recht (Paragraph 495, Absatz 3, StPO) gegeben ist.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 36/92
    Entscheidungstext OGH 07.05.1992 12 Os 36/92
    Veröff: RZ 1993/75 S 210
  • 14 Os 111/03
    Entscheidungstext OGH 21.10.2003 14 Os 111/03
    nur: Der Grundsatz der beiderseitigen Strafbarkeit (§ 11 ARHG) bezieht sich nur auf die strafbare Handlung, die Gegenstand der Strafverfolgung oder des zu vollstreckenden Urteils ist, nicht aber auf die ausschließlich nach dem Recht des ersuchenden Staates zu beurteilenden Widerrufsgründe. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0087088

Dokumentnummer

JJR_19920507_OGH0002_0120OS00036_9200000_001