Rechtssatz RS0087941
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0087941
Entscheidungsdatum
12.08.1993
Norm
SGG nF §12 Abs2 IIB
SGG nF §24a
Rechtssatz
"Doppelbestrafung" auch wegen tateinheitlich begangener Finanzvergehen (hier §§ 35 Abs 1, 38 Abs 1 lit a FinStrG) bei Gewerbsmäßigkeit (§ 12 Abs 2 erster Fall SGG), wenn der Täter nicht bloß zur Deckung des eigenen Suchtgiftbedarfs, sondern auch zur Deckung seines sonstigen Lebensbedarfs gehandelt hat."Doppelbestrafung" auch wegen tateinheitlich begangener Finanzvergehen (hier Paragraphen 35, Absatz eins, 38, Absatz eins, Litera a, FinStrG) bei Gewerbsmäßigkeit (Paragraph 12, Absatz 2, erster Fall SGG), wenn der Täter nicht bloß zur Deckung des eigenen Suchtgiftbedarfs, sondern auch zur Deckung seines sonstigen Lebensbedarfs gehandelt hat.
Entscheidungstexte
- 12 Os 84/86
Entscheidungstext OGH 14.08.1986 12 Os 84/86
- 14 Os 112/90
Entscheidungstext OGH 04.12.1990 14 Os 112/90
Vgl auch; Beisatz: Aus der Bestimmung des § 24 a SGG geht unmißverständlich hervor, daß der Gesetzgeber grundsätzlich eintätiges Zusammentreffen von Suchtgiftdelikten und Finanzvergehen zuläßt. (T1)
- 15 Os 54/91
Entscheidungstext OGH 27.06.1991 15 Os 54/91
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zu § 12 Abs 3 Z 3 SGG unter Hinweis auch auf die Kumulierungsvorschrift der §§ 22 Abs 1 FinStrG, in welcher unmißverständlich der völlig eigenständige Unrechtsgehalt von Finanzvergehen zum Ausdruck kommt. (T2)
- 14 Os 47/91
Entscheidungstext OGH 23.07.1991 14 Os 47/91
Vgl auch; Beis wie T1
- 12 Os 53/93
Entscheidungstext OGH 12.08.1993 12 Os 53/93
Vgl auch; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0087941
Dokumentnummer
JJR_19860814_OGH0002_0120OS00084_8600000_001