Rechtssatz RS0087997
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0087997
Geschäftszahl
12Os67/74; 13Os31/76; 9Os113/78; 12Os71/78; 13Os73/83; 11Os208/83; 15Os100/88; 13Os96/89
Entscheidungsdatum
12.10.1989
Rechtssatz
"Gewinnsüchtige Absicht" kann auch in der Verwendung eines unzüchtigen Werkes als Werbemittel begründet sein. Entscheidend ist aber immer, daß der Vermögensvorteil unter Verwendung des Tatobjektes im wirtschaftlichen Sinne, und zwar entweder unmittelbar aus diesem Tatobjekt oder mit Hilfe desselben, gezogen werden soll (hier:
Auflegen einer unzüchtigen Broschüre zur öffentlichen Besichtigung in einer Kunstgalerie).
Entscheidungstexte
- 12 Os 67/74
Entscheidungstext OGH 26.11.1974 12 Os 67/74
Veröff: EvBl 1975/141 S 272
- 13 Os 31/76
Entscheidungstext OGH 18.11.1976 13 Os 31/76
- 12 Os 71/78
Entscheidungstext OGH 14.09.1978 12 Os 71/78
- 9 Os 113/78
Entscheidungstext OGH 09.03.1979 9 Os 113/78
Beisatz: Auch wenn das Werbemittel (= Prospekt) gratis erfolgt und der Täter die Gegenstände (Pornographica), für die er wirbt, noch nicht besitzt. (T1)
- 13 Os 73/83
Entscheidungstext OGH 20.10.1983 13 Os 73/83
Vgl auch; nur: Entscheidend ist aber immer, daß der Vermögensvorteil unter Verwendung des Tatobjektes im wirtschaftlichen Sinne, und zwar entweder unmittelbar aus diesem Tatobjekt oder mit Hilfe desselben, gezogen werden soll. (T2)
- 11 Os 208/83
Entscheidungstext OGH 11.01.1984 11 Os 208/83
nur T2
- 15 Os 100/88
Entscheidungstext OGH 13.09.1988 15 Os 100/88
Vgl auch
- 13 Os 96/89
Entscheidungstext OGH 12.10.1989 13 Os 96/89
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Ein Geschäftsbetrieb (Vermietung von Sex-Filmen bzw Sex-Videokassetten) wird in der Regel in gewinnsüchtiger Absicht geführt. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0087997
Dokumentnummer
JJR_19741126_OGH0002_0120OS00067_7400000_001