Rechtssatz RS0088501
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0088501
Entscheidungsdatum
14.12.2000
Rechtssatz
Das Vorliegen von Milderungsgründen steht der Verhängung der Höchststrafe nicht entgegen: Wollte man die Höchststrafe einem stets denkbaren Fall gravierender Kriminalität vorbehalten, wäre sie faktisch unanwendbar, was nicht Sinn des Gesetzes sein kann.
Entscheidungstexte
- 13 Os 41/80
Entscheidungstext OGH 26.06.1980 13 Os 41/80
- 13 Os 115/84
Entscheidungstext OGH 27.09.1984 13 Os 115/84
- 13 Os 147/84
Entscheidungstext OGH 18.10.1984 13 Os 147/84
Vgl auch; nur: Wollte man die Höchststrafe einem stets denkbaren Fall gravierender Kriminalität vorbehalten, wäre sie faktisch unanwendbar, was nicht Sinn des Gesetzes sein kann. (T1)
- 9 Os 75/86
Entscheidungstext OGH 18.06.1986 9 Os 75/86
Vgl auch
- 11 Os 140/89
Entscheidungstext OGH 07.02.1990 11 Os 140/89
Vgl aber; Beisatz: Aus dem Umstand, daß keiner der im § 33 StGB (demonstrativ) aufgezählten Erschwerungsumstände vorliegt, folgt noch nicht, daß die gesetzliche Mindeststrafe auszusprechen ist. (T2) Veröff: RZ 1990/91 S 207
- 12 Os 110/91
Entscheidungstext OGH 07.11.1991 12 Os 110/91
nur T1
- 15 Os 131/91
Entscheidungstext OGH 15.05.1992 15 Os 131/91
Vgl auch
- 15 Os 135/00
Entscheidungstext OGH 14.12.2000 15 Os 135/00
Vgl auch; Beisatz: Dass noch schwerere Fälle denkbar sind, schließt die Anwendung der Höchststrafe nicht aus. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0088501
Dokumentnummer
JJR_19800626_OGH0002_0130OS00041_8000000_001