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Rechtssatz RS0089503

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0089503

Geschäftszahl

4Ob73/95; 4Ob79/12i; 4Ob158/20v

Entscheidungsdatum

20.10.2020

Norm

ÄrzteG §25 Abs1
RL "Arzt und Öffentlichkeit" der Österreichischen Ärztekammer Art3 litd
ZÄG §35 Abs1

Rechtssatz

Die Werbung mit Honorarsätzen beeinträchtigt das Standesansehen, weil der Arzt mit der Behandlung eines Kranken eine auf die Bedürfnisse dieses Menschen abgestimmte Leistung erbringen soll, deren Umfang und Intensität nicht von vornherein feststeht. Bietet ein Arzt seine Leistungen zu festen Sätzen an, so kann er naturgemäß den im einzelnen Fall erforderlichen Aufwand nicht berücksichtigen. Eine solche Werbung rückt seine Leistung in die Nähe einer austauschbaren Massenleistung, die sie nach dem allgemeinen Verständnis nicht sein soll, und ist standeswidrig.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 73/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 73/95
  • 4 Ob 79/12i
    Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 79/12i
  • 4 Ob 158/20v
    Entscheidungstext OGH 20.10.2020 4 Ob 158/20v
    Vgl; Beisatz: Hier: Zahnärzte. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0089503

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

22.12.2020

Dokumentnummer

JJR_19950919_OGH0002_0040OB00073_9500000_001