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Rechtssatz RS0089518×

Rechtssatz RS0089518

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0089518

Entscheidungsdatum

30.05.2006

Rechtssatz

Der OGH sieht sich nicht veranlaßt, von seiner in ständiger Judikatur vertretenen Auffassung abzugehen, wonach es für die Strafbarkeit eines sonstigen Tatbeitrages genügt, daß der geförderte unmittelbare Täter tatbildmäßig, dh objektiv tatbestandsmäßig handelt und es nicht auch der Verwirklichung des subjektiven Tatbestands, mithin eines vorsätzlichen Handelns des unmittelbaren Täters, bedarf. Die Beitragstäterschaft ist demnach zwar (limitiert) quantitativ akzessorisch, nicht aber qualitativ akzessorisch (neuerliche Ablehnung der Lehre vom Erfordernis einer limitiert qualitativen Akzessorietät).

Entscheidungstexte

  • 15 Os 165/93
    Entscheidungstext OGH 23.12.1993 15 Os 165/93
    Veröff: EvBl 1995/6 S 33 = JBl 1994,627 (Burgstaller) = RZ 1994/68 S 245
  • 14 Os 148/00
    Entscheidungstext OGH 25.09.2001 14 Os 148/00
    Auch; Beisatz: Bestimmungstäterschaft ist wie auch die Beitragstäterschaft keineswegs qualitativ akzessorisch. (T1)
  • 11 Os 1/06s
    Entscheidungstext OGH 30.05.2006 11 Os 1/06s
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0089518

Dokumentnummer

JJR_19931223_OGH0002_0150OS00165_9300000_001