Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0089558×

Rechtssatz RS0089558

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0089558

Geschäftszahl

9Os31/66; 12Os51/67; 11Os136/71; 9Os86/79; 13Os82/81

Entscheidungsdatum

25.06.1981

Rechtssatz

Die Notstandslage darf vom Täter nicht verschuldet sein, widrigenfalls die Gefahrenlage und Zwangslage eben nicht den Entschuldigungsumstand (Schuldausschließungsgrund) des Paragraph 2, Litera g, StG (nunmehr Paragraph 10, StGB) herzustellen vermag. Es wird hiebei hinsichtlich des Verschuldens nicht nur auf ein strafgesetzwidriges Tun, sondern allgemein darauf abgestellt, ob der Täter die Gefahr ohne zwingende Ursache heraufbeschworen hat, obwohl er sie und die Notwendigkeit, zu ihrer Abwendung in fremde Rechtsgüter einzugreifen, vorausgesehen hat oder bei gehöriger Vorsicht voraussehen hätte können (Strafsache Verbelen).

Entscheidungstexte

  • 9 Os 31/66
    Entscheidungstext OGH 11.05.1967 9 Os 31/66
    Veröff: EvBl 1968/33 S 51 = RZ 1967,148 = ZfRV 1968,133 (mit Glosse von Liebscher)
  • 12 Os 51/67
    Entscheidungstext OGH 14.02.1968 12 Os 51/67
    Veröff: EvBl 1968/365 S 577
  • 11 Os 136/71
    Entscheidungstext OGH 28.06.1972 11 Os 136/71
  • 9 Os 86/79
    Entscheidungstext OGH 18.09.1979 9 Os 86/79
    Vgl
  • 13 Os 82/81
    Entscheidungstext OGH 25.06.1981 13 Os 82/81
    Vgl

Schlagworte

Vgl nunmehr den Wortlaut des § 10 Abs 2 StGB: " Der Täter ist nicht entschuldigt, wenn er sich der Gefahr ohne einen von der Rechtsordnung anerkannten Grund bewußt ausgesetzt hat."

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0089558

Dokumentnummer

JJR_19670511_OGH0002_0090OS00031_6600000_002