Rechtssatz RS0090469
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0090469
Geschäftszahl
10Os118/75 (10Os119/75); 11Os37/78 (11Os38/78); 10Os37/78 (10Os38/78 - 10Os40/78)
Entscheidungsdatum
19.04.1978
Norm
StGB §20
StGB §26
StPO nF §443
StPO nF §460
Rechtssatz
Nach der Neufassung des § 460 Abs 1 StPO darf in der Strafverfügung nicht mehr auf Verfall (Einziehung) erkannt werden. Gemäß § 443 StPO nF ist vielmehr sowohl über den Verfall (§ 20 StGB) als auch über die Einziehung (§ 26 StGB) immer mit Urteil uzw mit Ausnahme der §§ 445, 446 StPO im Strafurteil zu entscheiden. Trennung in Strafverfügung hinsichtlich der Anklagetat und in Beschluß hinsichtlich Verfall bzw Einziehung ist unzulässig.Nach der Neufassung des Paragraph 460, Absatz eins, StPO darf in der Strafverfügung nicht mehr auf Verfall (Einziehung) erkannt werden. Gemäß Paragraph 443, StPO nF ist vielmehr sowohl über den Verfall (Paragraph 20, StGB) als auch über die Einziehung (Paragraph 26, StGB) immer mit Urteil uzw mit Ausnahme der Paragraphen 445, 446, StPO im Strafurteil zu entscheiden. Trennung in Strafverfügung hinsichtlich der Anklagetat und in Beschluß hinsichtlich Verfall bzw Einziehung ist unzulässig.
Entscheidungstexte
- 10 Os 118/75
Entscheidungstext OGH 14.10.1975 10 Os 118/75
Veröff: EvBl 1976/146 S 274
- 11 Os 37/78
Entscheidungstext OGH 21.03.1978 11 Os 37/78
Beisatz: Die (nur) hinsichtlich der Anklagetat ergangene Strafverfügung verletzt, im Gegensatz zum gesondert gefaßten Beschluß über die Einziehung, nicht das Gesetz. (T1)
- 10 Os 37/78
Entscheidungstext OGH 19.04.1978 10 Os 37/78
Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0090469
Dokumentnummer
JJR_19751014_OGH0002_0100OS00118_7500000_003