Rechtssatz RS0090592
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0090592
Entscheidungsdatum
04.06.2025
Rechtssatz
Mit dem Einwand, es sei rechtlich unvertretbar, im Rahmen der Strafbemessung spezialpräventive Aspekte mitzuberücksichtigen, wird der Nichtigkeitsgrund nach § 281 Z 11 dritter Fall StPO nicht dargetan. Für das erkennende Gericht besteht nämlich innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens ein Spielraum, der nach unten durch die schon schuldangemessene und nach oben durch die noch schuldangemessene Strafe begrenzt wird, innerhalb dessen aber Präventionserwägungen berücksichtigt werden können.Mit dem Einwand, es sei rechtlich unvertretbar, im Rahmen der Strafbemessung spezialpräventive Aspekte mitzuberücksichtigen, wird der Nichtigkeitsgrund nach Paragraph 281, Ziffer 11, dritter Fall StPO nicht dargetan. Für das erkennende Gericht besteht nämlich innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens ein Spielraum, der nach unten durch die schon schuldangemessene und nach oben durch die noch schuldangemessene Strafe begrenzt wird, innerhalb dessen aber Präventionserwägungen berücksichtigt werden können.
Entscheidungstexte
- 11 Os 171/95
Entscheidungstext OGH 12.12.1995 11 Os 171/95
- 12 Os 147/07w
Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 147/07w
Ähnlich; Beisatz: Auch generalpräventive Aspekte können bei der Strafbemessung berücksichtigt werden. (T1)
- 13 Bkd 1/13
Entscheidungstext OGH 08.04.2013 13 Bkd 1/13
Vgl auch; nur: Für das erkennende Gericht besteht nämlich innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens ein Spielraum, der nach unten durch die schon schuldangemessene und nach oben durch die noch schuldangemessene Strafe begrenzt wird, innerhalb dessen aber Präventionserwägungen berücksichtigt werden können. (T2)
Beisatz: Eine Disziplinarstrafe nach § 16 DSt ist immer aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls zu bemessen, wobei neben dem Tatunrecht auch die Täterschuld ausschlaggebend ist und Aspekte der Spezial- und Generalprävention im Rahmen einer schuldangemessenen Sanktion Berücksichtigung finden dürfen. (T3)
- 14 Os 107/14p
Entscheidungstext OGH 28.10.2014 14 Os 107/14p
Auch
- 17 Os 30/14m
Entscheidungstext OGH 13.10.2014 17 Os 30/14m
Vgl auch
- 20 Os 16/16b
Entscheidungstext OGH 25.04.2017 20 Os 16/16b
Vgl auch; Beis wie T3
- 12 Os 111/17s
Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 111/17s
Auch; Beis wie T1
- 15 Os 115/18b
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 115/18b
Auch; Beis wie T1
- 12 Os 138/20s
Entscheidungstext OGH 14.12.2020 12 Os 138/20s
Vgl; Beis wie T1
- 15 Os 47/21g
Entscheidungstext OGH 10.06.2021 15 Os 47/21g
Vgl; Beis wie T1
- 15 Os 14/23g
Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 14/23g
vgl; Beisatz wie T1
- 14 Os 35/24i
Entscheidungstext OGH 19.06.2024 14 Os 35/24i
vgl; Beisatz wie T1
- 12 Os 65/24m
Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 65/24m
vgl; Beisatz wie T1
- 14 Os 132/24d
Entscheidungstext OGH 25.02.2025 14 Os 132/24d
vgl; Beisatz wie T1
- 15 Os 26/25z
Entscheidungstext OGH 04.06.2025 15 Os 26/25z
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0090592
Zuletzt aktualisiert am
21.08.2025
Dokumentnummer
JJR_19951212_OGH0002_0110OS00171_9500000_001