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Rechtssatz RS0092559×

Rechtssatz RS0092559

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0092559

Geschäftszahl

9Os78/77; 14Os26/88; 14Os148/93; 15Os141/14w

Entscheidungsdatum

03.12.2014

Rechtssatz

Eine Drohung mit dem Tod setzt in subjektiver Hinsicht den Vorsatz des Täters voraus, im Bedrohten wirklich Furcht vor einem Anschlag auf sein Leben hervorzurufen.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 78/77
    Entscheidungstext OGH 28.06.1977 9 Os 78/77
  • 14 Os 26/88
    Entscheidungstext OGH 25.05.1988 14 Os 26/88
    Vgl auch; Beisatz: Bedingter Vorsatz genügt; Absicht ist nicht erforderlich. (T1)
  • 14 Os 148/93
    Entscheidungstext OGH 09.11.1993 14 Os 148/93
  • 15 Os 141/14w
    Entscheidungstext OGH 03.12.2014 15 Os 141/14w
    Auch; Beisatz: Der subjektive Tatbestand der gefährlichen Drohung nach § 107 Abs 1 und 2 erster Fall StGB erfordert (neben der Absicht, den Bedrohten in Furcht und Unruhe zu versetzen) den Vorsatz (§ 5 Abs 1 StGB), beim Bedrohten den Eindruck einer ernst gemeinten Ankündigung eines bevorstehenden Anschlags auf das Leben zu erwecken. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0092559

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2015

Dokumentnummer

JJR_19770628_OGH0002_0090OS00078_7700000_001