Rechtssatz RS0092790
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0092790
Geschäftszahl
12Os160/72; 11Os155/76; 9Os160/78; 11Os193/81
Entscheidungsdatum
17.02.1982
Rechtssatz
Die zum Verbrechen nach dem § 99 StG (nunmehr § 107 StGB) verlangte Eignung der Drohung, Furcht und Unruhe hervorzurufen, kann dem in § 98 StG (nunmehr § 74 Z 5 StGB) bezeichneten Erfordernis, gegründete Besorgnisse einzuflößen, nicht ohne weiteres gleichgesetzt werden, sondern verlangt eine Ankündigung erheblicher Nachteile (vgl KH 790).Die zum Verbrechen nach dem Paragraph 99, StG (nunmehr Paragraph 107, StGB) verlangte Eignung der Drohung, Furcht und Unruhe hervorzurufen, kann dem in Paragraph 98, StG (nunmehr Paragraph 74, Ziffer 5, StGB) bezeichneten Erfordernis, gegründete Besorgnisse einzuflößen, nicht ohne weiteres gleichgesetzt werden, sondern verlangt eine Ankündigung erheblicher Nachteile vergleiche KH 790).
Entscheidungstexte
- 12 Os 160/72
Entscheidungstext OGH 13.11.1972 12 Os 160/72
Veröff: SSt 43/46
- 11 Os 155/76
Entscheidungstext OGH 10.12.1976 11 Os 155/76
Vgl aber; Beisatz: Hier: Begründete Besorgnis mit Versetzen in Furcht und Unruhe gleichbehandelt. (T1)
- 9 Os 160/78
Entscheidungstext OGH 28.11.1978 9 Os 160/78
Vgl aber; Beisatz: Ein Vorsatz "auf Erregung begründeter Besorgnis" wird weder zu § 105 StGB noch zu § 107 StGB gefordert. (T2)
- 11 Os 193/81
Entscheidungstext OGH 17.02.1982 11 Os 193/81
Vgl aber; Das objektive Tatbild des § 107 Abs 1 StGB erschöpft sich darin, daß der Täter eine gefährliche Drohung im Sinn des § 74 Z 5 StGB äußert. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0092790
Dokumentnummer
JJR_19721113_OGH0002_0120OS00160_7200000_003