Rechtssatz RS0093893
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0093893
Entscheidungsdatum
25.02.2026
Rechtssatz
Ein Gut gilt immer dann als anvertraut, wenn die Verfügungsgewalt hierüber aufgrund eines Vertrages oder vertragsähnlichen Rechtsverhältnisses erlangt wurde, und zwar unabhängig davon, ob es von Hand zu Hand oder nur mittelbar (etwa durch Überweisung eines Geldbetrages auf ein Kontokorrentkonto) übergeben wurde.
Entscheidungstexte
- 13 Os 123/92
Entscheidungstext OGH 14.07.1993 13 Os 123/92
- 14 Os 89/12p
Entscheidungstext OGH 11.06.2013 14 Os 89/12p
Vgl auch; Beisatz: Der durch die Vermietung des anvertrauten Gutes bloß mittelbare Gewahrsam des Angeklagten daran zum Zeitpunkt dessen Zueignung steht einer Strafbarkeit nach § 133 StGB nicht entgegen. (T1)
- 15 Os 113/15d
Entscheidungstext OGH 07.10.2015 15 Os 113/15d
Beisatz: Hier: Gewahrsamsüberlassung durch den Vormieter als Vertreter des Berechtigten. (T2)
- 15 Os 142/25h
Entscheidungstext OGH 25.02.2026 15 Os 142/25h
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0093893
Zuletzt aktualisiert am
09.04.2026
Dokumentnummer
JJR_19930714_OGH0002_0130OS00123_9200000_002