Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0093982×

Rechtssatz RS0093982

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093982

Entscheidungsdatum

27.09.2022

Rechtssatz

Ein bei Lieferung von Waren zum Zweck des Weiterverkaufs vereinbarter Eigentumsvorbehalt ist an den gelieferten Sachen nur bis zu deren Weiterveräußerung wirksam, durch welche allein der Käufer (mangels einer bestimmungswidrigen Zueignung anvertrauten Gutes) den Tatbestand der Veruntreuung nicht verwirklicht. Nur im Fall einer eindeutigen Kommissionsabrede oder kommissionsähnlichen Abrede, derzufolge die Waren für Rechnung des Verkäufers weiterveräußert oder unter Verknüpfung des Zahlungsziels mit dem unbestimmten Zeitpunkt des geplanten Weiterverkaufs übernommen werden, ist auch der beim Wiederverkauf erzielte Erlös im Sinn des Paragraph 133, StGB "anvertraut".

Entscheidungstexte

  • 10 Os 31/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 10 Os 31/87
    Veröff: SSt 58/16
  • 12 Os 135/91
    Entscheidungstext OGH 19.12.1991 12 Os 135/91
    Vgl auch
  • 14 Os 46/94
    Entscheidungstext OGH 18.08.1994 14 Os 46/94
    Vgl auch
  • 15 Os 71/12y
    Entscheidungstext OGH 27.06.2012 15 Os 71/12y
    Auch
  • 12 Os 12/14b
    Entscheidungstext OGH 03.04.2014 12 Os 12/14b
    Auch; Beisatz: Im Falle einer Verkaufskommission sind sowohl die Kommissionsware als auch der an ihre Stelle tretende Erlös anvertraut. (T1)
  • 11 Os 63/15x
    Entscheidungstext OGH 12.01.2016 11 Os 63/15x
    Auch
  • 14 Os 24/22v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 14 Os 24/22v
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0093982

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2023

Dokumentnummer

JJR_19870324_OGH0002_0100OS00031_8700000_002