Rechtssatz RS0094639
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0094639
Entscheidungsdatum
26.06.2024
Rechtssatz
Eine qualifizierende Schadenshöhe muß vom Tätervorsatz umfaßt sein.
Entscheidungstexte
- 13 Os 64/95
Entscheidungstext OGH 21.06.1995 13 Os 64/95
- 13 Os 79/01
Entscheidungstext OGH 12.09.2001 13 Os 79/01
Auch; Beisatz: Zur Erfüllung des subjektiven Tatbestandes des Betruges reicht auch hinsichtlich der Höhe des Vermögensschadens Eventualvorsatz aus. (T1)
- 13 Os 63/14k
Entscheidungstext OGH 09.10.2014 13 Os 63/14k
auch; Beisatz: § 147 Abs 3 StGB normiert eine sogenannte Deliktsqualifikation, womit der qualifikationsbegründende Umstand, also ein 50.000 Euro übersteigender Schaden, vom (zumindest bedingten [§ 5 Abs 1 StGB]) Vorsatz umfasst sein muss. (T2)
Beisatz: Der Bereicherungsvorsatz hingegen ist (nur) ein Element des Grundtatbestands (§ 146 StGB) und solcherart für die Verwirklichung des Qualifikationstatbestands (§ 147 Abs 3 StGB) bedeutungslos. (T3)
- 15 Os 3/23i
Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 3/23i
vgl; Beisatz: Hier: „Zur Deliktsqualifikation des § 165 Abs 4 erster Fall StGB.“ (T4)
- 13 Os 100/23i
Entscheidungstext OGH 20.12.2023 13 Os 100/23i
vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T3
- 13 Os 30/24x
Entscheidungstext OGH 26.06.2024 13 Os 30/24x
vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0094639
Zuletzt aktualisiert am
28.08.2024
Dokumentnummer
JJR_19950621_OGH0002_0130OS00064_9500000_003