Rechtssatz RS0094791
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0094791
Geschäftszahl
15Os9/88 (15Os10/88); 13Os105/15p (13Os106/15k); 14Os115/20y; 14Os61/23m
Entscheidungsdatum
25.03.2025
Rechtssatz
Bei einer durch Provisionsvereinbarung begangenen Untreue liegt der tatbestandsmäßige Befugnis-Mißbrauch schon in der (für den Machtgeber nachteiligen) Auftragsvergabe; die (nachträgliche) Schadensrealisierung gehört nicht mehr zur (bereits vollendeten) Tathandlung.
Entscheidungstexte
- 15 Os 9/88
Entscheidungstext OGH 15.06.1988 15 Os 9/88
- 13 Os 105/15p
Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 105/15p
Auch; Beisatz: Der Untreue-Schaden – und damit Deliktsvollendung tritt in dieser Konstellation bereits mit der Bezahlung des überhöhten Werklohns und nicht erst mit der Auszahlung der Provisionen ein. (T1)
- 14 Os 115/20y
Entscheidungstext OGH 15.12.2020 14 Os 115/20y
Vgl
- 14 Os 61/23m
Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
vgl; Beisatz: hier: Abschluss eines für den Machtgeber nachteiligen Mietvertrags. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0094791
Zuletzt aktualisiert am
06.08.2025
Dokumentnummer
JJR_19880615_OGH0002_0150OS00009_8800000_004