Rechtssatz RS0095464
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0095464
Entscheidungsdatum
29.01.2008
Rechtssatz
Eine vereinbarte Änderung eines Vertrages über die Schadensgutmachung ist für den strafrechtlichen Bereich nur dann von Bedeutung, wenn die Änderung die Voraussetzungen des § 167 Abs 2 Z 2 StGB erfüllt und die Änderung vor behördlichen Bekanntwerden der Tat und des Täters stattfand.Eine vereinbarte Änderung eines Vertrages über die Schadensgutmachung ist für den strafrechtlichen Bereich nur dann von Bedeutung, wenn die Änderung die Voraussetzungen des Paragraph 167, Absatz 2, Ziffer 2, StGB erfüllt und die Änderung vor behördlichen Bekanntwerden der Tat und des Täters stattfand.
Entscheidungstexte
- 11 Os 165/78
Entscheidungstext OGH 11.09.1979 11 Os 165/78
Veröff: EvBl 1980/69 S 217
- 9 Os 190/84
Entscheidungstext OGH 13.03.1985 9 Os 190/84
Veröff: RdW 1985,342
- 11 Os 155/85
Entscheidungstext OGH 17.12.1985 11 Os 155/85
Beisatz: Ein späterer, die frühere Vereinbarung ändernder Vergleich hebt daher - selbst im Fall seiner Erfüllung - die Strafbarkeit des Täters nicht auf, es sei denn die Änderung beträfe nur die zwischenweiligen Zahlungsmodalitäten, ohne den Anfangstermin und den Endtermin bzw die Höhe des Entschädigungsbetrages zu berühren. (T1) Veröff: EvBl 1986/143 S 560 = ÖJZ-LSK 1986/38
- 10 Os 117/86
Entscheidungstext OGH 13.01.1987 10 Os 117/86
Vgl auch
- 11 Os 157/07h
Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 157/07h
Vgl auch; Beisatz: Eine Änderung des Vertrags zur Schadensgutmachung nach dem in § 167 Abs 2 StGB genannten Zeitpunkt (weil frühere derartige Vereinbarungen nicht eingehalten wurden) kann Straffreiheit nicht bewirken (WK-StGB - 2 § 167 [2006] Rz 116). (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0095464
Zuletzt aktualisiert am
25.09.2008
Dokumentnummer
JJR_19790911_OGH0002_0110OS00165_7800000_003