Rechtssatz RS0095883
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0095883
Entscheidungsdatum
16.01.2008
Rechtssatz
§ 202 Abs 1 StGB aF ist - anders als die Notzucht - kein eigenhändiges Delikt.Paragraph 202, Absatz eins, StGB aF ist - anders als die Notzucht - kein eigenhändiges Delikt.
Entscheidungstexte
- 11 Os 74/83
Entscheidungstext OGH 20.07.1983 11 Os 74/83
Veröff: SSt 54/58
- 10 Os 19/85
Entscheidungstext OGH 19.03.1985 10 Os 19/85
Vgl auch
- 14 Os 127/89
Entscheidungstext OGH 18.10.1989 14 Os 127/89
Vgl auch; Beisatz: Geschlechtliche Nötigung nach § 202 Abs 1 StGB nF setzt - ebenso wie Nötigung zum Beischlaf (§ 202 Abs 1 StGB aF), Nötigung zur Unzucht (§ 204 Abs 1 StGB aF) und der (anders als die Notzucht alten Rechts) nunmehr als Nötigungsdelikt konstruierte Tatbestand der Vergewaltigung nach § 201 Abs 1 und Abs 2 StGB nF - Eigenhändigkeit nicht voraus, sodass als unmittelbarer Täter auch anzusehen ist, wer eine Person zu einem Geschlechtsverkehr oder zu einer Unzuchtshandlung mit einem anderen nötigt. (T1) Veröff: EvBl 1990/32 S 149 = SSt 60/70 = RZ 1990/95 S 209
- 13 Os 82/07v
Entscheidungstext OGH 16.01.2008 13 Os 82/07v
Vgl auch; Beisatz: Unmittelbarer Täter nach § 202 Abs 1 StGB kann auch sein, wer eine Person zur Duldung einer geschlechtlichen Handlung eines anderen nötigt (WK-StGB - 2 § 202 Rz 2). (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0095883
Zuletzt aktualisiert am
25.09.2008
Dokumentnummer
JJR_19830720_OGH0002_0110OS00074_8300000_001