Rechtssatz RS0096415
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0096415
Geschäftszahl
9Nds523/68; 12Nds223/69; 13Nds12/72; 11Nds137/75; 13Nds208/75; 13Nds91/94
Entscheidungsdatum
19.10.1994
Rechtssatz
Mangels eines Verfolgungsantrages hat das Gericht (hier der OGH) in die Prüfung der Zuständigkeitsfragen nicht einzutreten. Ein Zuständigkeitsstreit zwischen zwei Staatsanwaltschaften ist nach § 30 StPO von der beiden Staatsanwaltschaften vorgesetzten Behörde zu entscheiden.Mangels eines Verfolgungsantrages hat das Gericht (hier der OGH) in die Prüfung der Zuständigkeitsfragen nicht einzutreten. Ein Zuständigkeitsstreit zwischen zwei Staatsanwaltschaften ist nach Paragraph 30, StPO von der beiden Staatsanwaltschaften vorgesetzten Behörde zu entscheiden.
Entscheidungstexte
- 9 Nds 523/68
Entscheidungstext OGH 30.01.1969 9 Nds 523/68
Veröff: SSt 40/1 = EvBl 1969/274 S 404
- 12 Nds 223/69
Entscheidungstext OGH 10.07.1969 12 Nds 223/69
- 13 Nds 12/72
Entscheidungstext OGH 10.02.1972 13 Nds 12/72
- 11 Nds 137/75
Entscheidungstext OGH 01.08.1975 11 Nds 137/75
- 13 Nds 208/75
Entscheidungstext OGH 22.12.1975 13 Nds 208/75
- 13 Nds 91/94
Entscheidungstext OGH 19.10.1994 13 Nds 91/94
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Kompetenzkonflikte im gerichtlichen Strafverfahren setzen einen Verfolgungsantrag des berechtigten Anklägers nicht voraus. Eine vorherige Einigung staatsanwaltschaftlicher Behörden (allenfalls nach Erteilung von Weisungen) würde in der weiteren Folge einen auch unter den befaßten Strafgerichten entstehenden Zuständigkeitsstreit verhindern. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0096415
Dokumentnummer
JJR_19690130_OGH0002_009NDS00523_6800000_001