Rechtssatz RS0097084
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0097084
Entscheidungsdatum
04.03.2010
Rechtssatz
Die Gebietskörperschaft ist jedenfalls dann an einem konkreten öffentlichen Recht geschädigt, wenn Verfahrensvorschriften, die der Überprüfung der materiellen Berechtigung eines Antrags oder Ansuchens (hier: auf Erteilung einer Baubewilligung im Freilandgebiet) dienen, rundweg übergangen werden und dem Staat daher vorweg die Möglichkeit genommen wird, das Vorliegen der Genehmigungsvoraussetzungen zu prüfen (so schon 13 Os 169/87 und die dort zitierte Judikatur).
Entscheidungstexte
- 11 Os 102/88
Entscheidungstext OGH 05.09.1988 11 Os 102/88
Veröff: SSt 59/58 = JBl 1989,263
- 13 Os 5/90
Entscheidungstext OGH 13.06.1990 13 Os 5/90
Veröff: JBl 1990,807 (Bertel) = RZ 1991/27 S 100
- 12 Os 117/90
Entscheidungstext OGH 08.11.1990 12 Os 117/90
- 11 Os 76/93
Entscheidungstext OGH 24.08.1993 11 Os 76/93
Vgl auch
- 14 Os 27/96
Entscheidungstext OGH 23.04.1996 14 Os 27/96
Vgl auch
- 14 Os 149/99
Entscheidungstext OGH 14.12.1999 14 Os 149/99
Beisatz: Darauf, ob bei vorschriftsmäßiger Vorgangsweise ein anderes Resultat erzielt worden wäre oder das Gebäude auf Grund der materiellen Rechtslage allenfalls rechtmäßig besteht, kommt es nicht an. Es genügt, dass die Prüfungs- und Genehmigungsinstanzen durch Übergehen von Verfahrensvorschriften völlig ausgeschaltet wurden. (T1); Beisatz: Hier: Ist die Gebietskörperschaft in ihrem Recht geschädigt ein Projekt oder einen Antrag auf ihre Genehmigungsvoraussetzungen hin zu prüfen. (T2)
- 14 Os 79/99
Entscheidungstext OGH 31.08.2001 14 Os 79/99
Beis wie T1
- 13 Os 1/10m
Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 1/10m
Vgl; Beisatz: Hier: Ausgeschlossenheit zufolge behaupteter Prozessabsprache. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0097084
Zuletzt aktualisiert am
27.04.2010
Dokumentnummer
JJR_19880905_OGH0002_0110OS00102_8800000_001