Rechtssatz RS0099707
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0099707
Entscheidungsdatum
18.01.2023
Rechtssatz
Ein Feststellungsmangel muß auf einem Rechtsirrtum des Erstgerichtes beruhen und kann demgemäß dann nicht vorliegen, wenn das Gericht die relevierte Feststellung erklärtermaßen nur deshalb nicht getroffen hat, weil es sich mangels gesicherter Beweisergebnisse dazu nicht imstande sah.
Entscheidungstexte
- 15 Os 40/88
Entscheidungstext OGH 03.05.1988 15 Os 40/88
- 14 Os 77/89
Entscheidungstext OGH 28.06.1989 14 Os 77/89
Vgl auch; Beisatz: Wurde die Feststellung eines relevanten Tatumstandes im Urteil ausdrücklich abgelehnt, so kann dies niemals als Feststellungsmangel gerügt werden. (T1)
- 12 Os 139/90
Entscheidungstext OGH 29.11.1990 12 Os 139/90
Vgl auch
- 16 Os 17/91
Entscheidungstext OGH 17.05.1991 16 Os 17/91
Vgl auch; Beisatz: Nur ein auf irriger Rechtsansicht beruhendes Unterbleiben von Feststellungen kann ein (materielle Nichtigkeit begründender) Feststellungsmangel sein, nicht aber die Ablehnung bestimmter Konstatierungen als Ergebnis des Beweisverfahrens; eine solche unterliegt ausschließlich der Anfechtung aus prozessualen Gründen. (T2)
- 16 Os 24/91
Entscheidungstext OGH 17.05.1991 16 Os 24/91
Vgl auch; Beis wie T2
- 13 Os 2/95
Entscheidungstext OGH 19.04.1995 13 Os 2/95
- 13 Os 75/07i
Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 75/07i
Auch
- 14 Os 164/13v
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 14 Os 164/13v
Vgl;Beisatz: Wurde die begehrte Feststellung ausdrücklich abgelehnt, kann dies auch nicht als Feststellungsmangel gerügt werden. (T3)
- 15 Os 52/20s
Entscheidungstext OGH 10.07.2020 15 Os 52/20s
Vgl
- 13 Os 133/21i
Entscheidungstext OGH 18.05.2022 13 Os 133/21i
Vgl
- 15 Os 107/22g
Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 107/22g
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0099707
Zuletzt aktualisiert am
22.02.2023
Dokumentnummer
JJR_19880503_OGH0002_0150OS00040_8800000_003