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Rechtssatz RS0100036

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0100036

Geschäftszahl

15Os57/90; 11Os91/11h

Entscheidungsdatum

25.08.2011

Rechtssatz

Macht der Angeklagte eine Urteilsnichtigkeit nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 11, StPO mit Berufung geltend, dann sieht sich der OGH im Fall der Zurückweisung seiner auf andere Umstände gestützten Nichtigkeitsbeschwerde in nichtöffentlicher Sitzung zur Prüfung der Frage, ob die damit unterlaufene unrichtige Anwendung des Strafgesetzes im Sinn des Paragraph 290, Absatz eins, StPO konkret zu seinem Nachteil gereichte vergleiche EvBl 1981/118 uam), sodass (unter Bedacht auf Paragraphen 285, d Absatz 2, 285, e StPO) so vorzugehen wäre, als wäre sie mit Nichtigkeitsbeschwerde geltend gemacht worden, deshalb nicht veranlasst, weil durch ein allenfalls negatives Ergebnis dem dann zur Entscheidung über die Berufung kompetenten Gerichtshof zweiter Instanz (Paragraph 285, i StPO) insoweit vorgegriffen würde, wogegen bejahendenfalls der betreffende Strafzumessungsfehler auch in dem vom Rechtsmittelwerber dazu initiierten Berufungsverfahren korrigiert werden kann; er leitet daher den Akt gemäß Paragraph 285, i StPO zur Entscheidung über die Berufung dem Oberlandesgericht zu.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 57/90
    Entscheidungstext OGH 29.05.1990 15 Os 57/90
  • 11 Os 91/11h
    Entscheidungstext OGH 25.08.2011 11 Os 91/11h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Mangelnde Feststellungen zur Gefährlichkeitsprognose für eine vorbeugende Maßnahme nach § 220b Abs 1 StGB. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0100036

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.10.2011

Dokumentnummer

JJR_19900529_OGH0002_0150OS00057_9000000_002