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Rechtssatz RS0100358×

Rechtssatz RS0100358

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0100358

Geschäftszahl

10Os75/85; 13Os98/06w

Entscheidungsdatum

08.11.2006

Rechtssatz

Paragraph 290, Absatz eins, StPO ist - ebenso wie der letzte Satz des Paragraph 292, StPO vergleiche hiezu EvBl 1980/197, 1982/125, 10 Os 166, 167/84, 10 Os 127, 128/85

ua) - nicht zur Behebung ausschließlich prozessual wirksamer Fehler bestimmt, sondern zielt bloß auf die Ausschaltung einer im konkreten Fall zumindest möglichen materiellrechtlichen Beschwer des Angeklagten ab vergleiche dazu auch EvBl 1981/108). Hier: Kein Vorgehen nach Paragraph 290, Absatz eins, StPO gegen einen Schuldspruch nach Paragraph 35, FinStrG trotz eines Verstoßes gegen "res iudicata" (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, Litera b, StPO), wenn der erste Schuldspruch (nur wegen idealkonkurrierender Hehlerei) gegenüber dem Zollamt (mangels Urteilszustellung) noch nicht rechtskräftig ist, ein konkret zu erwartendes Rechtsmittel des Zollamts aber neuerlich zum (hier unbekämpften) Schuldspruch (sogar in Verbindung mit Paragraph 38, Absatz eins, Litera a, FinStrG) führen müsste.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 75/85
    Entscheidungstext OGH 22.10.1985 10 Os 75/85
    Veröff: JBl 1986,671
  • 13 Os 98/06w
    Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 98/06w
    Auch; nur: § 290 Abs 1 StPO ist nicht zur Behebung ausschließlich prozessual wirksamer Fehler bestimmt, sondern zielt bloß auf die Ausschaltung einer im konkreten Fall zumindest möglichen materiellrechtlichen Beschwer des Angeklagten ab. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0100358

Dokumentnummer

JJR_19851022_OGH0002_0100OS00075_8500000_002