Rechtssatz RS0100417
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0100417
Entscheidungsdatum
29.03.2022
Rechtssatz
Erachtet der Staatsanwalt eine Frage für verfehlt, steht es ihm frei, deren Änderung (§ 310 StPO) zu beantragen und sich im Ablehnungsfalle die Nichtigkeitsbeschwerde vorzubehalten (§ 345 Abs 4 StPO). Hat er dies versäumt, so kann er die Fragestellung weder mit dem Nichtigkeitsgrund des § 345 Abs 1 Z 6 StPO noch indirekt, unter Umgehung des Nichtigkeitsausschlusses des § 345 Abs 4 StPO, mit dem Nichtigkeitsgrund des § 345 Abs 1 Z 9 StPO anfechten.Erachtet der Staatsanwalt eine Frage für verfehlt, steht es ihm frei, deren Änderung (Paragraph 310, StPO) zu beantragen und sich im Ablehnungsfalle die Nichtigkeitsbeschwerde vorzubehalten (Paragraph 345, Absatz 4, StPO). Hat er dies versäumt, so kann er die Fragestellung weder mit dem Nichtigkeitsgrund des Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 6, StPO noch indirekt, unter Umgehung des Nichtigkeitsausschlusses des Paragraph 345, Absatz 4, StPO, mit dem Nichtigkeitsgrund des Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 9, StPO anfechten.
Entscheidungstexte
- 13 Os 115/73
Entscheidungstext OGH 08.11.1973 13 Os 115/73
Veröff: SSt 44/32
- 10 Os 3/87
Entscheidungstext OGH 24.02.1987 10 Os 3/87
Vgl auch
- 15 Os 80/03
Entscheidungstext OGH 04.12.2003 15 Os 80/03
Vgl auch; Beisatz: Fehler der Fragestellung können aus der Z9 des §345 Abs1 StPO nicht erfolgreich gerügt werden (WK-StPO § 345 Rz 76). (T1)
- 14 Os 103/06p
Entscheidungstext OGH 10.10.2006 14 Os 103/06p
Vgl auch; Beis wie T1
- 14 Os 148/21b
Entscheidungstext OGH 29.03.2022 14 Os 148/21b
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0100417
Zuletzt aktualisiert am
21.08.2025
Dokumentnummer
JJR_19731108_OGH0002_0130OS00115_7300000_004