Rechtssatz RS0100737
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0100737
Entscheidungsdatum
14.03.2023
Rechtssatz
Bei rechtlich gleichwertigen Varianten der Tatbegehung sind zweckmäßigerweise beide Varianten - alternativ - in die Hauptfrage aufzunehmen (SSt 24/46, 13 Os 21/73). Ein diesbezüglicher Fehler ist jedoch nicht mit Nichtigkeit bedroht.
Entscheidungstexte
- 13 Os 23/74
Entscheidungstext OGH 03.05.1974 13 Os 23/74
- 11 Os 68/74
Entscheidungstext OGH 19.09.1974 11 Os 68/74
Vgl auch; Beisatz: Die Vernachlässigung einer von zwei strafrechtlich völlig gleichwertigen Alternativen der einhellig bejahten Tatbildverwirklichung Gericht dem Angeklagten nicht zum Nachteil. (T1)
- 9 Os 137/84
Entscheidungstext OGH 25.09.1984 9 Os 137/84
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier zu § 83 Abs 1 und 2 StGB. (T2)
- 9 Os 76/85
Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 02.07.1986 9 Os 76/85
Vgl auch; Beisatz: In der Hauptverhandlung hervorgekommene Umstände, die weder die Identität der Tat aufheben noch etwas an der in der Anklage vorgenommenen Qualifikation ändern, können auch neben dem Sachverhalt, wie er sich nach der Anklage darstellt, in der Hauptfrage Aufnahme finden, das heißt, es kann nach einem von der Anklage abweichenden Sachverhalt, durch den sich an der rechtlichen Beurteilung nichts ändern würde, in einer Hauptfrage durch alternative Gegenüberstellung zu dem unter Anklage stehenden Sachverhalt gefragt werden. (T3)
- 15 Os 147/14b
Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 147/14b
Auch
- 15 Os 78/16h
Entscheidungstext OGH 12.10.2016 15 Os 78/16h
Auch
- 11 Os 101/18i
Entscheidungstext OGH 13.11.2018 11 Os 101/18i
Auch
- 12 Os 41/21b
Entscheidungstext OGH 29.07.2021 12 Os 41/21b
Vgl
- 11 Os 12/23h
Entscheidungstext OGH 14.03.2023 11 Os 12/23h
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0100737
Zuletzt aktualisiert am
11.05.2023
Dokumentnummer
JJR_19740503_OGH0002_0130OS00023_7400000_001