Rechtssatz RS0100948
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0100948
Entscheidungsdatum
16.11.2017
Rechtssatz
Eine schriftliche Rechtsbelehrung der Geschwornen zur Straffrage ist im Gesetz (§ 321 Abs 2 StPO) nicht vorgesehen; als (aktuelle) Folge der (in die alleinige funktionelle Kompetenz der Geschwornen fallenden) Bejahung einer Schuldfrage kommt einzig und allein der (darauf beruhende, dem Schwurgerichtshof obliegende) Schuldspruch in Betracht, wogegen über die zu verhängende Strafe von den Geschwornen (ohnehin) gemeinsam mit dem Schwurgerichtshof entschieden wird.Eine schriftliche Rechtsbelehrung der Geschwornen zur Straffrage ist im Gesetz (Paragraph 321, Absatz 2, StPO) nicht vorgesehen; als (aktuelle) Folge der (in die alleinige funktionelle Kompetenz der Geschwornen fallenden) Bejahung einer Schuldfrage kommt einzig und allein der (darauf beruhende, dem Schwurgerichtshof obliegende) Schuldspruch in Betracht, wogegen über die zu verhängende Strafe von den Geschwornen (ohnehin) gemeinsam mit dem Schwurgerichtshof entschieden wird.
Entscheidungstexte
- 10 Os 197/82
Entscheidungstext OGH 21.12.1982 10 Os 197/82
- 10 Os 187/84
Entscheidungstext OGH 04.12.1984 10 Os 187/84
Vgl auch; Beisatz: Überflüssige, aber richtige Belehrung zur Straffrage aber nicht nichtig. (T1) Veröff: SSt 55/82 = EvBl 1985/97 S 473
- 11 Os 115/87
Entscheidungstext OGH 20.10.1987 11 Os 115/87
Vgl auch
- 15 Os 50/89
Entscheidungstext OGH 27.06.1989 15 Os 50/89
nur: Eine schriftliche Rechtsbelehrung der Geschwornen zur Straffrage ist im Gesetz (§ 321 Abs 2 StPO) nicht vorgesehen. (T2)
- 14 Os 199/93
Entscheidungstext OGH 22.03.1994 14 Os 199/93
Vgl auch; Beis wie T1
- 12 Os 91/17z
Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 91/17z
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0100948
Zuletzt aktualisiert am
10.01.2018
Dokumentnummer
JJR_19821221_OGH0002_0100OS00197_8200000_001