Rechtssatz RS0101213
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0101213
Geschäftszahl
12Os71/91; 11Os82/96 (11Os83/96); 15Os7/05a; 11Os122/12v (11Os123/12s, 11Os124/12p)
Entscheidungsdatum
25.09.2012
Rechtssatz
Die Vorschriften des XX.Hauptstückes der Strafprozeßordnung über die Wiederaufnahme des Strafverfahrens sind nicht nur zugunsten, sondern auch zum Nachteil des Beschuldigten (Verurteilten) auch auf Rechtsgebieten (hier: Beschluß über bedingte Entlassung) sinngemäß (analog) anzuwenden, für die diese Bestimmungen im Gesetz nicht vorgesehen sind (so schon EvBl 1969/53).Die Vorschriften des römisch zwanzig.Hauptstückes der Strafprozeßordnung über die Wiederaufnahme des Strafverfahrens sind nicht nur zugunsten, sondern auch zum Nachteil des Beschuldigten (Verurteilten) auch auf Rechtsgebieten (hier: Beschluß über bedingte Entlassung) sinngemäß (analog) anzuwenden, für die diese Bestimmungen im Gesetz nicht vorgesehen sind (so schon EvBl 1969/53).
Entscheidungstexte
- 12 Os 71/91
Entscheidungstext OGH 20.06.1991 12 Os 71/91
Veröff: EvBl 1991/176 S 743 = JBl 1992,466 = RZ 1992/65 S 187
- 11 Os 82/96
Entscheidungstext OGH 06.08.1996 11 Os 82/96
- 15 Os 7/05a
Entscheidungstext OGH 17.02.2005 15 Os 7/05a
Auch; Beisatz: Hier: Ablehnungsbeschluss. (T1)
- 11 Os 122/12v
Entscheidungstext OGH 25.09.2012 11 Os 122/12v
Vgl; Beisatz: Hier analoge Anwendung verneint, weil Ordnungswidrigkeit nach Rechtskraft des Beschlusses über die bedingte Entlassung begangen wurde. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0101213
Zuletzt aktualisiert am
10.12.2012
Dokumentnummer
JJR_19910620_OGH0002_0120OS00071_9100000_002