Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0102338×

Rechtssatz RS0102338

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0102338

Entscheidungsdatum

27.08.1998

Norm

FinStrG §35ff
Verordnung (EWG) Nr 2913/92 des Rates 392R2913 Zollkodex der EU allg
ZollR-DG §120 Abs2

Rechtssatz

Bis zum Beitritt Österreichs war verbotswidrig eingeführtes Suchtgift zollpflichtig (9.Zolltarifgesetznovelle Bundesgesetzblatt 669 aus 1976,) und die Vorschreibung von Einfuhrumsatzsteuer (Wertzollgesetz 1980, BGBlNr 221) zulässig, weshalb die Verkürzung all dieser Abgaben durch (undeklarierte) Einfuhr von Suchtgift die Tatbestände der Paragraphen 35, Absatz eins, (Schmuggel) oder 36 Absatz eins, (Verzollungsumgehung) des Finanzstrafgesetzes erfüllte. Hinsichtlich solcher Suchtgifte konnte mithin auch Abgabenhehlerei (Paragraph 37, Absatz eins, FinStrG) begangen werden.

Mit dem Wirksamwerden des Beitritts Österreichs zur Europäischen Union am 1.Jänner 1995 sind nun alle wesentlichen Gesetze des Österreichischen Zollrechtes, darunter das Wertzollgesetz und das Zolltarifgesetz außer Kraft getreten (Paragraph 120, Absatz 2, des Zollrechts-Durchführungsgesetzes, Bundesgesetzblatt 659 aus 1994,) und wurden durch das Zollrecht der Gemeinschaft ersetzt, dessen zentrales Gesetzeswerk die (das Zollrecht kodifizierende, unmittelbar geltende) Verordnung Nr 2.913/92 des Rates vom 12.Oktober 1992 zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften, ABlNr L 302 vom 19. Oktober 1992 (Zollkodex = ZK) ist.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 55/96
    Entscheidungstext OGH 03.07.1996 13 Os 55/96
  • 12 Os 157/96
    Entscheidungstext OGH 13.03.1997 12 Os 157/96
    Vgl auch
  • 11 Os 91/97
    Entscheidungstext OGH 11.11.1997 11 Os 91/97
    nur: Mit dem Wirksamwerden des Beitritts Österreichs zur Europäischen Union am 1. Jänner 1995 sind nun alle wesentlichen Gesetze des Österreichischen Zollrechtes, darunter das Wertzollgesetz und das Zolltarifgesetz außer Kraft getreten (§ 120 Abs 2 des Zollrechts-Durchführungsgesetzes, BGBl 659/1994) und wurden durch das Zollrecht der Gemeinschaft ersetzt, dessen zentrales Gesetzeswerk die (das Zollrecht kodifizierende, unmittelbar geltende) Verordnung Nr 2.913/92 des Rates vom 12. Oktober 1992 zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften, ABlNr L 302 vom 19. Oktober 1992. (T1)
  • 15 Os 108/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 108/98
    Vgl auch; Beisatz: Seit 1. Jänner 1995 ist das Zollrecht der Europäischen Gemeinschaft durch den Zollkodex und die Zollkodexdurchführungsverordnung festgelegt (§ 1 Abs 2 ZollR-DG BGBl 1994/659; gleichzeitig trat aber das bisherige Zollgesetz außer Kraft (§ 120 Abs 2 Z 1 leg.cit.). (T2)
    Beisatz: Nach der Vorschrift des Art 29 ZK ist die Zollwertbemessung bei der Einfuhr von Waren in das Zollgebiet der Gemeinschaft im "Normalfall" auf der Basis des Verkaufsgeschäftes, dh nach dem Transaktionswert zu bestimmen. (T3)
    Beisatz: Hier: Schmuggel von Edel- und Halbedelsteinen. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102338

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2014

Dokumentnummer

JJR_19960703_OGH0002_0130OS00055_9600000_003