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Rechtssatz RS0106259×

Rechtssatz RS0106259

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0106259

Geschäftszahl

14Os174/96; 11Os115/06d; 11Os5/15t; 11Os26/16g; 14Os29/17x

Entscheidungsdatum

05.09.2017

Rechtssatz

Das Recht der Parteien zur Erhebung von Einwendungen gegen die Bestellung eines Sachverständigen ist keineswegs ausschließlich auf die Zeit vor der Erstattung von Befund und Gutachten beschränkt. Solche Einwendungen sind grundsätzlich auch noch später zulässig, jedenfalls dann, wenn sie im Zwischenverfahren, also vor Erstattung von Befund und Gutachten in der Hauptverhandlung (in welcher deren Ablehnung allenfalls unter dem Aspekt eines Verfahrensmangels nach Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4, beziehungsweise Paragraph 345, Absatz eins, Ziffer 5, StPO anfechtbar wäre), erhoben werden und den Parteien die Geltendmachung derartiger Einwendungen zu einem früheren Zeitpunkt nicht möglich war.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 174/96
    Entscheidungstext OGH 17.12.1996 14 Os 174/96
  • 11 Os 115/06d
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 11 Os 115/06d
    Vgl auch
  • 11 Os 5/15t
    Entscheidungstext OGH 28.04.2015 11 Os 5/15t
    Auch
  • 11 Os 26/16g
    Entscheidungstext OGH 14.06.2016 11 Os 26/16g
    Auch; Beisatz: Der Antrag hat gegebenenfalls darzulegen, weshalb der Einwand nicht früher geltend gemacht werden konnte. (T1)
  • 14 Os 29/17x
    Entscheidungstext OGH 05.09.2017 14 Os 29/17x
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106259

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JJR_19961217_OGH0002_0140OS00174_9600000_002