Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0106822×

Rechtssatz RS0106822

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106822

Entscheidungsdatum

30.08.2022

Norm

IESG idF IRÄG 1994 §1 Abs3 Z2 litb

Rechtssatz

Das positive Kriterium der "sachlichen Rechtfertigung" ist durch das negative des Fehlens der Absicht, den Insolvenzausfallgeldfonds durch Abschluß eines Vertrages zu seinen Lasten zu mißbrauchen (SZ 61/249 = Arb 10.759), zu ergänzen.

Entscheidungstexte

  • 8 ObS 2346/96z
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 8 ObS 2346/96z
    Veröff: SZ 70/22
  • 8 ObS 195/00k
    Entscheidungstext OGH 08.03.2001 8 ObS 195/00k
    Beisatz: Die vom Gesetz geforderte sachliche Rechtfertigung ist nicht nur auf Vereinbarungen mit Sanierungsspezialisten beschränkt, sondern erfasst auch jene Arbeitnehmer, deren (Weiter-)Beschäftigung zur Abwendung eines sonst unvermeidbaren größeren Schadens für das Unternehmen erforderlich ist. (T1)
  • 8 ObS 200/02y
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 8 ObS 200/02y
    Auch
  • 8 ObS 6/22y
    Entscheidungstext OGH 30.08.2022 8 ObS 6/22y
    Vgl; Beisatz: Hier: Keine sachliche Rechtfertigung für eine Bleibeprämie, mit der eine allgemeine Fluktuation von Mitarbeitern verhindert werden sollte, ohne dass es auf die Qualifikation des konkreten Mitarbeiters oder die Bedeutung der Tätigkeit für den Fortbestand des Unternehmens ankam. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0106822

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2022

Dokumentnummer

JJR_19970130_OGH0002_008OBS02346_96Z0000_002