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Rechtssatz RS0107299

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0107299

Geschäftszahl

13Os28/97 (13Os29/97, 13Os30/97); 13Os21/01

Entscheidungsdatum

06.06.2001

Rechtssatz

Das Entschlagungsrecht des beruflichen Parteienvertreters nach Paragraph 152, Absatz eins, Ziffer 4, StPO (und damit auch das Umgehungsverbot nach Absatz 3, leg. cit) entfällt dann, wenn begründeter Verdacht besteht, daß dieser selbst an der strafbaren Handlung seines Klienten teilgenommen hat oder sie durch strafbare Handlungen zu decken sucht. In einem solchen Fall hat sich nämlich der Beschuldigte nur formell einem Parteienvertreter anvertraut, sich in Wahrheit jedoch eines Komplizen bedient.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 28/97
    Entscheidungstext OGH 19.03.1997 13 Os 28/97
  • 13 Os 21/01
    Entscheidungstext OGH 06.06.2001 13 Os 21/01

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107299

Dokumentnummer

JJR_19970319_OGH0002_0130OS00028_9700000_003