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Rechtssatz RS0107636×

Rechtssatz RS0107636

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0107636

Entscheidungsdatum

21.05.2003

Rechtssatz

Paragraph 17, Absatz eins, GmbHG spricht nur vom anmeldungspflichtigen Erlöschen der Vertretungsbefugnis des Geschäftsführers. Paragraph 10, Absatz eins, FBG normiert, daß Änderungen eingetragener Tatsachen unverzüglich anzumelden sind. Daraus ergibt sich zwar zweifelsfrei, daß eine schon eingetretene Änderung anzumelden ist, nicht aber das Verbot, schon vorweg eine unmittelbar bevorstehende künftige Änderung anzumelden. Der erkennende Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, wonach es dem Firmenbuchgericht verwehrt ist, erst in der Zukunft eintretende Änderungen einzutragen. Die Anmeldung erst künftig wirksamer Änderungen kann daher nur dann zur Eintragung führen, wenn diese Änderungen bis zum Zeitpunkt der Beschlußfassung des Firmenbuchgerichtes auch eingetreten sind. War daher zum Zeitpunkt der Entscheidung des Gerichts erster Instanz die zum Antragszeitpunkt angemeldete künftige Änderung infolge Zeitablaufs schon eingetreten, stehen die zitierten Gesetzesbestimmungen der begehrten Eintragung nicht entgegen.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 2380/96k
    Entscheidungstext OGH 30.01.1997 6 Ob 2380/96k
    Veröff: SZ 70/17
  • 6 Ob 165/98b
    Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 165/98b
    Vgl; Beisatz: Erst in der Zukunft eintretende Tatsachen sind nicht eintragungsfähig. (T1)
  • 6 Ob 229/02y
    Entscheidungstext OGH 21.05.2003 6 Ob 229/02y
    Vgl; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107636

Dokumentnummer

JJR_19970130_OGH0002_0060OB02380_96K0000_001