Rechtssatz RS0108528
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0108528
Entscheidungsdatum
23.01.2018
Rechtssatz
Bei einer Zahnbehandlung - wie bei jeder anderen Krankenbehandlung - ist der Versicherungsfall mit dem Zeitpunkt der Notwendigkeit der Krankenbehandlung anzunehmen, das heißt mit dem faktischen Beginn der Behandlung.
Entscheidungstexte
- 10 ObS 252/97z
Entscheidungstext OGH 19.08.1997 10 ObS 252/97z
- 10 ObS 64/01m
Entscheidungstext OGH 14.01.2003 10 ObS 64/01m
- 10 ObS 194/06m
Entscheidungstext OGH 17.04.2007 10 ObS 194/06m
Vgl aber; Beisatz: Den Eintritt des Versicherungsfalls der Krankheit nimmt der Gesetzgeber mit dem Beginn der Krankheit (§ 120 Abs 1 Z 1 ASVG) an. Aufgrund des besonders gelagerten Sachverhalts lässt sich aus der Entscheidung 10 ObS 252/97z nicht ableiten, dass für sämtliche Krankheiten der Eintritt des Versicherungsfalls mit dem faktischen Beginn der Behandlung anzunehmen ist. Im Unterschied zum Fall des Zahnersatzes (§ 153 ASVG), in dem die Feststellung des konkreten Zeitpunkts, ab dem Behandlungsbedürftigkeit gegeben ist, problematisch und überaus schwierig ist, und der Ähnlichkeiten zum Fall des Gebrechens (§ 154 ASVG) hat, bildete die bipolare Störung (ein regelwidriger Geisteszustand) des Klägers aufgrund ihrer festgestellten Behandlungsbedürftigkeit und Behandlungsfähigkeit einen eindeutigen Fall einer Krankheit im Sinn des § 120 Abs 1 Z 1 ASVG. (T1); Veröff: SZ 2007/56
- 10 ObS 147/17s
Entscheidungstext OGH 23.01.2018 10 ObS 147/17s
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108528
Zuletzt aktualisiert am
03.04.2018
Dokumentnummer
JJR_19970819_OGH0002_010OBS00252_97Z0000_001