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Rechtssatz RS0108943

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0108943

Geschäftszahl

5Ob135/97g

Entscheidungsdatum

14.10.1997

Norm

bgld GVG 1995 §8 Abs4
bgld GVG 1995 §18 Abs1
bgld GVG 1995 §18 Abs2 Z2
bgld GVO §1
bgld RaumplanungsG §11

Rechtssatz

Aufgrund Paragraph eins, der bgldGrundverkehrsordnung ist - ohne daß es etwa einer Verständigung nach Paragraph 8, Absatz 4, bgldGVG bedarf - für das Grundbuchsgericht zwingend vorgegeben, daß das im Grundbuchsantrag zugrundeliegende Geschäft keinen Rechtserwerb eines Grundstückes in einer Vorbehaltsgemeinde nach Paragraph 8, bgldGVG betrifft. Aufgrund der von der Gemeinde als für die örtliche Raumplanung zuständige Gebietskörperschaft (Paragraph 11, bgldRaumplanungsgesetz) erstellten und dem Grundbuchsantrag angeschlossenen Amtsbestätigung muß das Grundbuchsgericht auch davon ausgehen, daß es sich um eine dem Bauland (Paragraph 14, Absatz eins, bgldRPG) zuzuordnende Grundfläche handelt. Im Zusammenhalt kann das Grundbuchsgericht unter analoger Anwendung des Paragraph 18, Absatz 2, Ziffer 2, bgldGVG mit Sicherheit annehmen, daß ein Ausnahmetatbestand vorliegt, der die Geltung des Paragraph 18, Absatz eins, GVG außer Kraft setzt und dem Grundbuchsgericht eine selbständige Beurteilung

über die Zulässigkeit des Grundverkehrsgeschäftes ermöglicht

(hier: Grundbuchseintragung bewilligt).

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108943

Dokumentnummer

JJR_19971014_OGH0002_0050OB00135_97G0000_005