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Rechtssatz RS0109330×

Rechtssatz RS0109330

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0109330

Geschäftszahl

5Ob6/98p; 5Ob22/01y

Entscheidungsdatum

27.02.2001

Rechtssatz

Die Anfechtbarkeit verfahrensrechtlicher Beschlüsse richtet sich gemäß Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16, MRG nur nach den Bestimmungen des Dritten Abschnittes des Vierten Teiles der Zivilprozessordnung, also nicht nach den nur für die Anfechtung von Sachbeschlüssen geltenden Sonderbestimmungen des Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 17 und Paragraph 18, MRG (MietSlg 46.692 mwN). Es gilt folglich auch die Anfechtungsbeschränkung des Paragraph 528, Absatz 2, Ziffer 2, ZPO, wonach der Revisionsrekurs jedenfalls - also ohne Rücksicht auf das Vorliegen einer erheblichen Rechtsfrage im Sinne des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO - unzulässig ist, wenn der erstrichterliche Beschluss zur Gänze bestätigt worden ist, es sei denn, dass die Klage (hier: der Antrag) ohne Sachentscheidung aus formellen Gründen zurückgewiesen worden ist.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 6/98p
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 5 Ob 6/98p
  • 5 Ob 22/01y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2001 5 Ob 22/01y
    Vgl auch; Beisatz: Wird mit der angefochtenen Entscheidung im Kern über die Prozessvoraussetzung der vorherigen Anrufung der Schlichtungsstelle nach § 39 Abs 1 MRG abgesprochen, so handelt es sich um keine Entscheidung in der Sache (also einen Sachbeschluss iSd § 37 Abs 3 Z 15 MRG), sodass sich die Anfechtbarkeit nicht nach § 37 Abs 3 Z 18 und Z 18a MRG, sondern gemäß § 37 Abs 3 Z 16 MRG ausnahmslos nach § 528 ZPO richtet, insbesondere nach dessen Abs 2 Z 2. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109330

Dokumentnummer

JJR_19980127_OGH0002_0050OB00006_98P0000_001