Rechtssatz RS0109392
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0109392
Entscheidungsdatum
25.01.2023
Rechtssatz
Umstände, die diesen Ausnahmetatbestand erfüllen, müssen vom Arbeitgeber unverzüglich geltend gemacht werden, weshalb er im Falle der Entlassungsanfechtung verhaltensbedingte Gründe nicht zeitlich unbegrenzt zur Rechtfertigung einer sozialwidrigen Entlassung heranziehen kann.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 33/98p
Entscheidungstext OGH 25.02.1998 9 ObA 33/98p
- 8 ObA 339/99g
Entscheidungstext OGH 24.02.2000 8 ObA 339/99g
Auch; Beisatz: Für die Geltendmachung von Verfehlungen des Arbeitnehmers als die Kündigung gemäß § 105 Abs 3 Z 2 lit a ArbVG rechtfertigender in der Person des Arbeitnehmers gelegener Grund gilt der arbeitsrechtliche Unverzüglichkeitsgrundsatz. (T1)
- 9 ObA 145/02t
Entscheidungstext OGH 26.06.2002 9 ObA 145/02t
Auch; Beis wie T1
- 9 ObA 70/03i
Entscheidungstext OGH 04.06.2003 9 ObA 70/03i
Auch
- 9 ObA 109/08g
Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 ObA 109/08g
Beisatz: Hier: Wurde auch eine auf dasselbe Verhalten gestützten Eventualkündigung als zulässig erachtet, wobei sich das einschlägige Verhalten seit der ersten Kündigung nicht geändert hat. (T2)
- 9 ObA 127/16s
Entscheidungstext OGH 29.11.2016 9 ObA 127/16s
Auch; Beisatz: Eine Eventualkündigung durch den Arbeitgeber während der Dauer des Kündigungsanfechtungsverfahrens iSd § 105 Abs 3 Z 2 ArbVG wird als zulässig angesehen. (T3)
- 8 ObA 20/22g
Entscheidungstext OGH 30.03.2022 8 ObA 20/22g
Vgl; Beis wie T1
- 8 ObA 1/23i
Entscheidungstext OGH 25.01.2023 8 ObA 1/23i
Vgl; Beisatz: Hier: Gerichtliche Zustimmung zur Kündigung nach §121 Z 3 ArbVG. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109392
Zuletzt aktualisiert am
16.03.2023
Dokumentnummer
JJR_19980225_OGH0002_009OBA00033_98P0000_002