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Rechtssatz RS0111043×

Rechtssatz RS0111043

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0111043

Geschäftszahl

10ObS179/98s; 9ObA96/16g

Entscheidungsdatum

18.08.2016

Norm

AlVG §41
ASVG §162
ASVG §166 Abs1 Z2
GehKG §28 Abs4

Rechtssatz

Aus Paragraph 28, Absatz 4, GehKG ergibt sich, dass eine Ergänzung auf die vollen Bezüge erst in Betracht kommt, wenn die laufenden Leistungen des Krankenversicherungsträgers die Höhe der vollen Nettobezüge nicht erreichen. Dieser Ergänzungsanspruch ist subsidiär und kann nicht vor dem primären Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung entstehen, Bei der Beurteilung, ob und in welcher Höhe die Gehaltskasse eine Ergänzung auf die vollen Bezüge zu leisten hat, muss notwendigerweise das Wochengeld, auf das gemäß Paragraph 162, ASVG beziehungsweise Paragraph 41, AlVG schon vorher ein gesetzlicher Anspruch entstanden ist, als Leistung des Trägers der gesetzlichen Krankenversicherung im Sinne des Paragraph 28, Absatz 4, GehKG miteinbezogen werden, andernfalls der Zweck der "Ergänzung" im Sinne des Paragraph 28, Absatz 4, GehKG, Dienstnehmerinnen vor finanziellen Einbußen im Fall der Mutterschaft zu bewahren, vereitelt würde. Daraus folgt, dass das Wochengeld nicht nachträglich durch diesen Ergänzungsbetrag infolge Ruhens wieder wegfallen kann.

Entscheidungstexte

  • 10 ObS 179/98s
    Entscheidungstext OGH 10.11.1998 10 ObS 179/98s
  • 9 ObA 96/16g
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 9 ObA 96/16g
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ergänzungsbetrag gemäß § 52 I‑VBG. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111043

Im RIS seit

10.12.1998

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2016

Dokumentnummer

JJR_19981110_OGH0002_010OBS00179_98S0000_001