Rechtssatz RS0112557
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0112557
Entscheidungsdatum
10.04.2018
Rechtssatz
Betrug und falsche Beweisaussage vor Gericht beruhen auf dem gleichen Charaktermangel, nämlich auf dem Hang zur Täuschung Dritter.
Entscheidungstexte
- 15 Os 126/99
Entscheidungstext OGH 21.10.1999 15 Os 126/99
- 12 Os 123/09v
Entscheidungstext OGH 11.03.2010 12 Os 123/09v
Auch; Beisatz: Hier: Gleiche schädliche Neigung von § 156 StGB, § 33 FinStrG und § 293 StGB, weil der Hang zur Täuschung zum Ausdruck kommt. (T1)
- 14 Os 169/11a
Entscheidungstext OGH 28.08.2012 14 Os 169/11a
Auch; Beisatz: Hier: Gleiche schädliche Neigung von Verleumdung und Betrug. (T2)
- 14 Os 3/18z
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 3/18z
Auch; Beisatz: Die Verjährungshemmung nach § 58 Abs 2 StGB ist nicht nur dann zu bejahen, wenn die während der Verjährungsfrist begangene mit Strafe bedrohte Handlung gegen das selbe Rechtsgut gerichtet ist wie die frühere. Vielmehr stellt die in § 71 StGB enthaltene Legaldefinition der schädlichen Neigung auch darauf ab, ob beide Delikte auf den gleichen Charaktermangel zurückzuführen sind. (T3)
Beisatz: Hier: Gleiche schädliche Neigung von Betrug und § 298 Abs 1 StGB, weil beide auf einem Hang des Täters zur Täuschung beruhen. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112557
Zuletzt aktualisiert am
28.05.2018
Dokumentnummer
JJR_19991021_OGH0002_0150OS00126_9900000_001