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Rechtssatz RS0113636

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0113636

Geschäftszahl

3Ob290/99i; 2Ob109/09g

Entscheidungsdatum

28.09.2009

Norm

ABGB §918 IVa
EVHGB Art8 Nr21
HaRÄG ArtXXIX

Rechtssatz

Die Übergabe einer Liegenschaft im Sinne des Artikel 8, Nr 21 EVHGB ist dann als erfolgt anzusehen, sobald der Verkäufer alles das getan hat, was dem Beklagten seine Einverleibung als Eigentümer im Grundbuch ermöglicht, dann ist von seiner Seite der Vertrag zur Gänze erfüllt und damit im Sinne der im bürgerlichen Recht analog anzuwendenden Gesetzesstelle auch übergeben. Die bloße Abgabe der Aufsandungserklärung genügt als "Übergabe" nicht, vielmehr ist auch die Übergabe der entsprechenden Urkunde an den Käufer erforderlich, weil dieser sonst nicht in der Lage ist, alleine die Einverleibung zu bewerkstelligen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 290/99i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2000 3 Ob 290/99i
  • 2 Ob 109/09g
    Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 109/09g
    Vgl aber; Beisatz: Art 8 Nr 21 EVHGB ist durch die Aufhebung dieser Bestimmung durch Art XXIX HaRÄG als Grundlage für eine (ohnehin umstrittene) Analogie im bürgerlichen Recht weggefallen. (T1); Bem: Vgl RS0125450. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113636

Zuletzt aktualisiert am

19.01.2010

Dokumentnummer

JJR_20000524_OGH0002_0030OB00290_99I0000_001