Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0115385×

Rechtssatz RS0115385

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0115385

Geschäftszahl

5Ob123/01a; 4Ob219/09y

Entscheidungsdatum

19.01.2010

Rechtssatz

Mit der Beurkundung des gegenständlichen Rechtsgeschäftes zu Gerichtsprotokoll hat das Bezirksgericht die Grenzen gerichtlicher Amtsbefugnisse überschritten. In Paragraph 551, ABGB ist nämlich nur für den Erbverzicht die Beurkundung der Offerte und der Annahmeerklärung (SZ 23/46) durch gerichtliches Protokoll vorgesehen. Ob der Verzicht gegen Abfindung ein entgeltliches Rechtsgeschäft darstellt, ist strittig (hier: Erbverzichtsvertrag samt Übergabsvertrag auf den Todesfall).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 123/01a
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 5 Ob 123/01a
    Veröff: SZ 74/98
  • 4 Ob 219/09y
    Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 219/09y
    Vgl aber; Beisatz: Die Auffassung, dass der Verzicht gegen Abfindung ein entgeltliches Rechtsgeschäft darstellt, wurde zwar als „strittig" bezeichnet. Tatsächlich wird sie aber zumindest für den Pflichtteilsverzicht von der praktisch einhelligen Lehre geteilt. (T1); Beis: Hier: Entgeltlichkeit im konkreten Fall bejaht. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115385

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2010

Dokumentnummer

JJR_20010529_OGH0002_0050OB00123_01A0000_001