Rechtssatz RS0115953
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0115953
Entscheidungsdatum
18.03.2025
Rechtssatz
Nach den Vorstellungen des Gesetzgebers des ASVG soll die österreichische soziale Krankenversicherung den Heilbedarf des Versicherten in der Form der Sachleistungen decken. Dabei verschafft der Sozialversicherungsträger dem Versicherten die Heilbehandlung über eigene Einrichtungen zu deren Lasten oder über seine Vertragspartner gegen direkte Verrechnung der Kosten mit dem Vertragspartner. Geldleistungen des Krankenversicherungsträgers ("Kostenersatz") sollen im Bereich der Krankenbehandlung hingegen die Ausnahme bilden. Beim Kostenersatz verschafft sich der Versicherte die Heilbehandlung selbst und liquidiert nachher die satzungsgemäßen Geldleistungen.
Entscheidungstexte
- 10 ObS 361/01p
Entscheidungstext OGH 11.12.2001 10 ObS 361/01p
- 10 ObS 227/03k
Entscheidungstext OGH 27.07.2004 10 ObS 227/03k
Veröff: SZ 2004/112
- 10 ObS 134/17d
Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 ObS 134/17d
Vgl auch; Beisatz: Auch in der Unfallversicherung herrscht das Sachleistungsprinzip. (T1)
- 10 ObS 168/21k
Entscheidungstext OGH 25.01.2022 10 ObS 168/21k
Nur; Beisatz: An die Stelle von Sachleistungen tretende Geldleistungen des Krankenversicherungsträgers ("Kostenerstattung") sollen im Bereich der Krankenbehandlung die Ausnahme bilden. (T2)
- 10 ObS 101/24m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.03.2025 10 ObS 101/24m
vgl; Beisatz: Der Sozialversicherungsträger verschafft dem Versicherten nach dem Sachleistungsprinzip grundsätzlich die Heilbehandlung entweder über eigene Einrichtungen oder über seine Vertragspartner, mit denen er die Kosten direkt verrechnet. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115953
Zuletzt aktualisiert am
15.04.2025
Dokumentnummer
JJR_20011211_OGH0002_010OBS00361_01P0000_001