Rechtssatz RS0116728
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0116728
Entscheidungsdatum
26.11.2020
Norm
Verordnung (EG) Nr 40/94 des Rates 394R0040 Gemeinschaftsmarkenverordnung (GMV) Art100 Abs1
Verordnung (EG) Nr 6/2002 des Rates über das Gemeinschaftsgeschmacksmuster 32002R0006 GGVO Art91 Abs1
ZPO §192 A
Rechtssatz
Die Unterbrechung des Verfahrens vor einem Gemeinschaftsmarkengericht nach Art 100 Abs 1 GMV setzt voraus, dass schon vor Beginn dieses Verfahrens ein anderes dieselbe Marke betreffendes Verfahren vor einem anderen Gemeinschaftsmarkengericht oder dem HABM anhängig war.Die Unterbrechung des Verfahrens vor einem Gemeinschaftsmarkengericht nach Artikel 100, Absatz eins, GMV setzt voraus, dass schon vor Beginn dieses Verfahrens ein anderes dieselbe Marke betreffendes Verfahren vor einem anderen Gemeinschaftsmarkengericht oder dem HABM anhängig war.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 140/02w
Entscheidungstext OGH 20.08.2002 4 Ob 140/02w
Veröff: SZ 2002/102
- 4 Ob 14/12f
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 14/12f
- 4 Ob 192/20v
Entscheidungstext OGH 26.11.2020 4 Ob 192/20v
Beisatz: Das Argument, dass das Gegenteil richtig sei, weil eine „Widerklage“ erst nach der Verletzungsklage eingebracht werden könne, ist deshalb nicht überzeugend, weil die in Art 91 Abs 1 GGV angesprochene Widerklage (und damit die dieser vorangegangene Verletzungsklage) auf ein „anderes Gemeinschafts-geschmacksmustergericht“ bezogen wird. Dies bedeutet, dass es sich bei dem zu unterbrechenden Verletzungsprozess um einen weiteren (späteren) Verletzungsprozess handelt. (T1)
Beisatz: Hier: Art 91 Abs 1 GGV. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116728
Zuletzt aktualisiert am
10.02.2021
Dokumentnummer
JJR_20020820_OGH0002_0040OB00140_02W0000_002