Rechtssatz RS0116764
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0116764
Geschäftszahl
4Bkd1/02; 30Ds2/19a; 6Ob224/20i
Entscheidungsdatum
17.12.2020
Rechtssatz
Der zur Geheimhaltung verpflichtete Rechtsanwalt ist zwar dann, wenn er selbst einer strafbaren Handlung bezichtigt würde, an das Berufsgeheimnis nicht gebunden, er hat sich aber hiebei in seinem Vorbringen auf das unumgänglich Notwendige zu beschränken.
Entscheidungstexte
- 4 Bkd 1/02
Entscheidungstext OGH 02.09.2002 4 Bkd 1/02
- 30 Ds 2/19a
Entscheidungstext OGH 18.06.2020 30 Ds 2/19a
Vgl; Beisatz: Der Milderungsgrund des § 34 Abs 1 Z 13 StGB bezieht sich auch auf immaterielle Schäden, sodass im Fall der durch Publizität bewirkten Beeinträchtigung des Standesansehens vom Fehlen eines Schadens nicht die Rede sein kann. (T1)
- 6 Ob 224/20i
Entscheidungstext OGH 17.12.2020 6 Ob 224/20i
Beisatz: Hier: Zur Durchbrechung der Verschwiegenheitspflicht des Rechtsanwalts (auch) zum Schutz berechtigter Interessen naher Angehöriger.(T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116764
Zuletzt aktualisiert am
08.02.2021
Dokumentnummer
JJR_20020902_OGH0002_004BKD00001_0200000_003