Rechtssatz RS0117387
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0117387
Entscheidungsdatum
16.03.2006
Rechtssatz
Die auf einer arbeitsvertraglichen Sonderrechtsbeziehung basierende Risikohaftung des Arbeitgebers nach § 1014 ABGB ist keine "gesetzliche Haftpflichtbestimmung" im Sinne des § 2 Abs 1 KHVG. Auch im Rahmen der Ausnahmebestimmung des § 333 Abs 3 ASVG trifft den Arbeitgeber für Personenschäden des Arbeitnehmers nicht die verschuldensunabhängige Haftung nach § 1014 ABGB (Ablehnung von 2Ob203/02w).Die auf einer arbeitsvertraglichen Sonderrechtsbeziehung basierende Risikohaftung des Arbeitgebers nach Paragraph 1014, ABGB ist keine "gesetzliche Haftpflichtbestimmung" im Sinne des Paragraph 2, Absatz eins, KHVG. Auch im Rahmen der Ausnahmebestimmung des Paragraph 333, Absatz 3, ASVG trifft den Arbeitgeber für Personenschäden des Arbeitnehmers nicht die verschuldensunabhängige Haftung nach Paragraph 1014, ABGB (Ablehnung von 2Ob203/02w).
Entscheidungstexte
- 8 ObA 117/02t
Entscheidungstext OGH 19.12.2002 8 ObA 117/02t
Veröff: SZ 2002/180
- 9 ObA 36/03i
Entscheidungstext OGH 07.05.2003 9 ObA 36/03i
- 8 ObA 98/05b
Entscheidungstext OGH 26.01.2006 8 ObA 98/05b
- 2 Ob 109/04z
Entscheidungstext OGH 16.03.2006 2 Ob 109/04z
Vgl aber; Beisatz: Sind risikoerhöhende Umstände auf Seiten des Halters (hier Dienstgebers) gegeben, erscheint es als sachgerechte Lösung, dem beim Betrieb Tätigen die Gefährdungshaftung zu eröffnen und ein allfälliges (aber nicht alleine schadensstiftendes) Mitverschulden des Geschädigten nach § 7 EKHG iVm § 1304 ABGB angemessen zu berücksichtigen. (T1); Veröff: SZ 2006/40
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117387
Zuletzt aktualisiert am
10.07.2008
Dokumentnummer
JJR_20021219_OGH0002_008OBA00117_02T0000_001