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Rechtssatz RS0118035×

Rechtssatz RS0118035

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0118035

Entscheidungsdatum

15.07.2011

Norm

WGG 1979 §22 Abs1 Z6c
WGG 1979 §23 Abs1a
WGG 1979 §23 Abs1
WGG 1979 idF vor der WRN 1999 §14 Abs1
WWFSG 1989 §6 Abs2 Z3
WWFSG 1989 §6 Abs2 Z4

Rechtssatz

Eine gemeinnützige Bauvereinigung war schon vor Inkrafttreten der Bestimmungen des Paragraph 23, Absatz eins a und Paragraph 22, Absatz eins, Ziffer 6 c, WGG 1979 durch die WRN 1999 verpflichtet, bei laufenden Darlehensverträgen unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Paragraph 6, Absatz 2, WWFSG 1989 auf die Senkung des Zinssatzes gegenüber der Darlehensgeberin zu dringen. Eine Abänderung des Zinssatzes von der gemeinnützigen Bauvereinigung durfte nur im Sinn des Paragraph 6, Absatz 2, Ziffer 4, WWFSG 1989 getroffen werden. Ein Wechsel der ursprünglichen, zulässigen Vereinbarung auf spätere Fixzinsvereinbarungen, die zum Zeitpunkt der Änderung ganz wesentlich über der Nominalverzinsung der Bundesanleihentranchen lagen, war gesetzwidrig im Sinn des Paragraph 23, Absatz eins, WGG 1979, Paragraph 14, Absatz eins, WGG 1979 in Verbindung mit Paragraph 6, Absatz 2, Ziffer 3 und 4 WWFSG 1989.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 6/03y
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 5 Ob 6/03y
    Veröff: SZ 2003/34
  • 5 Ob 34/09z
    Entscheidungstext OGH 01.09.2009 5 Ob 34/09z
    Vgl; Beisatz: Es ist eine strikte Orientierung an den einschlägigen gesetzlichen Regelungen geboten. (T1); Beisatz: Die in § 6 Abs 2 Z 4 WWFSG 1989 StF vorgesehene Herabsetzung des Zinssatzes „entsprechend" der Änderung der Nominalverzinsung der maßgeblichen Bundesanleihe(n) verlangt nach einer - auch zeitlich - exakten Anpassung. Für eine verzögerte Weitergabe von Zinsänderungen (hier: Zinssenkungen) zu (ab) einem von GBV und Darlehensgeberin vertraglich vereinbarten (späteren) Ratentermin lässt die eindeutige gesetzliche Regelung des § 6 Abs 2 Z 4 WWFSG 1989 (StF) keinen Raum. (T2)
  • 5 Ob 22/10m
    Entscheidungstext OGH 20.04.2010 5 Ob 22/10m
    Vgl; Beisatz: Auch vor Inkrafttreten der WRN 1999 war nur die Überwälzung von „angemessenen“ Zinsen für Fremdmittel gesetzlich zulässig. (T3); Beisatz: Fixzinsvereinbarungen zwischen einer Gemeinnützigen Bauvereinigung und ihren Darlehensgebern sind nicht jedenfalls unzulässig und daher bereits unangemessen iSd § 14 Abs 1 Z 2 WGG (so schon 5 Ob 87/05p). (T4)
  • 8 Ob 59/10z
    Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 59/10z
    Vgl auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118035

Im RIS seit

08.05.2003

Zuletzt aktualisiert am

29.08.2011

Dokumentnummer

JJR_20030408_OGH0002_0050OB00006_03Y0000_006